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Das Integrierte Rheinprogramm und die Bunker des Westwalls

Mit dem Integrierten Rheinprogramm, kurz IRP, werden in Baden-Württemberg Hochwasserschutzmaßnahmen mit überregionaler Bedeutung realisiert.
Deshalb werden seit 2010 im Landkreis Efringen-Kirchen Wasserrückhaltebecken im Steilufer des Rheins ausgebaggert und somit auch Kies gewonnen. Das verändert die Landschaft und hat auch Folgen für den Denkmalschutz: Zahlreiche offene Bunkerruinen und einst beseitigte Bunkerruinen werden dafür abgebrochen. Jedoch nicht ohne eine ausführliche Freilegung und Dokumentation, die damit auch zu einem erheblichen Erkenntnisgewinn führt.
Zum Beispiel die Uferkasematten nach dem Regelbau 24: Bei Märkt gibt es ein erhaltenes Exemplar, jedoch keine offene Ruinen, weil diese alle zu nah am Ufer lagen und schon in den Fünfziger Jahren zur Wiederherstellung des Leinpfades "zurück gebaut" wurden.
Jetzt werden die eins nach dem anderen in dem Abschnitt vor Kleinkems, Istein und Efringen-Kirchen wieder freigelegt und untersucht. So zeigt sich, dass all diese Bauwerke umfangreiche Stampfbetonplatten als "Rabatten" und Stampfbetonfundamente erhielten, die gut 3 Meter tief reichen. Möglicherweise befürchteten die Erbauer, dass es möglich sein könnte mit Artillerie das Steilufer zu beschießen und genug Kies unter den Bunkern abzutragen, bis diese soweit kippen, dass ihre Scharten unbrauchbar wurden.

In den nachfolgenden Bildern sieht man diese Stampfbetonstrukturen neben und unter der Bodenplatte. Die aufragenden Wände und die Decke wurde schon in den Fünfzigern zertrümmert und liegen auf der Bodenplatte. Das vereinfachte 3D-Modell zeigt den ursprünglichen Regelbau 24 mitsamt diesen Strukturen.


Patrice Wijnands - VEWA e.V.

 

Die Nordseite von WH-5863

 

WH-5863 von Norden

 

WH-5863 von Norden.

 

WH-5863 von Osten

 

 

WH-5863 von Westen