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Stehen Bunker jetzt unter Denkmalschutz?

Das unterscheidet sich ja nach Bundesland und gilt nur für Bestandteile der Westbefestigungen/Westwall/LVZ-West, nicht für Luftschutzbauten:
- In Nordrhein-Westfalen galt von 2005 bis Ende 2007 ein Moratorium, das jetzt ausgelaufen ist. Eine Wiederaufnahme des Abbruchs gehört jederzeit zu den Möglichkeiten.
Seit den 80-ger Jahren wurden nur einzelne intakte Bauwerke und Trassen der Höckerhindernisse unter Denkmalschutz genommen, jedoch seit etwa 2010 gelangen auch immer mal wieder Bunkerruinen auf der Denkmalliste. Jedoch seit der Pensionierung von Manfred Gross und Wolfgang Wegener scheint beim LVR der fachliche Überblick zu fehlen, wodurch sogar der Abbruch des markanten und weithin bekannten Bunkers WH-Nr 233 in Monschau-Hargard im Oktober 2020 genehmigt durchgeführt wurde, der 2017 schon einmal angetastet worden war.
- In Rheinland-Pfalz hielt die Landesregierung Bunkerbeseitigungen aus Gründen des Artenschutzes seit 2004 auf. Abbruch war aber weiterhin möglich, geschah aber praktisch nicht mehr. Seit 2009 gewährt das "Strecken- und Flächendenkmal 'Westbefestigung' (Westwall und Luftverteidigungszone West)"
denkmallisten.gdke-rlp.de/Westwall-akt.pdf Denkmalschutz. Dieser gestaltet sich für Bunkerruinen als relativ wirkungsvoll, jedoch Kochstände und Laufgräben sind weiterhin vor allem von der Forstwirtschaft bedroht.
- Im Saarland genießen nur explizit als Denkmal eingetragene, erhaltene Bauwerke Denkmalschutz, die Ruinen (noch) nicht.
- In Baden-Württemberg gibt es seit 2005 die "Sachgesamtheit Westbefestigung", die Bunker implizit als Kulturdenkmäler nach §2 des Denkmalschutzgesetzes gegen undokumentierten Abbruch schützt. Abbruch ist aber weiterhin möglich, und das passiert auch im Rahmen des Hochwasserschutzes, wenn Hochwasserschutzdämme ertüchtigt werden müssen. Nach und nach und bei Bedarf werden Standorte explizit in die Denkmallisten übernommen.
- In Hessen und Bayern steht die "Wetterau-Main-Tauber-Stellung" noch nicht unter Denkmalschutz. Auch die wenigen Reste der "Bayerisch-Tschechische Grenzstellung" nicht.

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