Willkommen beim VEWA e.V.
Verein zur Erhaltung der Westwall-Anlagen
Der Verein für Denkmal- und Naturschutz am Westwall
- in Arbeit -
Die "Untertabelle bu_AktuelleVerkehrssicherung" unter Monitoring: Metadaten zeigt, welche Maßnahmen zur Sicherung von Bunkern, Bunkerruinen und anderen Relikten bislang erhoben wurden. Nicht alle davon würde man heute weiterhin anwenden. Unter Verkehrssicherungsmaßnamen im Vergleich werden frühere und aktuelle Maßnahmen bewertet.
Was es jetzt braucht, ist eine Matrix, die anhand der Standortklassifizierung (ortsnah, wegesnah, abgelegen) auflistet, welche Instrumente in der "Werkzeugkiste" zur Verfügung stehen. Das macht es leichter, Maßnahmen vorzuschlagen und diese strukturiert und wiederholbar einzusetzen.
| Maßnahme | Ortsnah | Wegesnah | Abgelegen |
| Stabmattenzaun | ♦ | ||
| Gittertür (fest abgesperrt) | ♦ | ||
| Reparatur Maschendrahtzaun | ♦ | ♦ | |
| Abbau Maschendrahtzaun | ♦ | ♦ | |
| - Keine Maßnahme - (schließt alle andere aus) | ♦ | ♦ | |
| Warnschild/er | ♦ | ♦ | |
| Rostbraunes Stahlgeländer | ♦ | ♦ | |
| Baustahlmatten | ♦ | ♦ | |
| Gittertür (für niedrige Eingänge, nicht abgesperrt) | ♦ | ♦ | |
| Gittertür (für hohe Eingänge, mit Schlupf) | ♦ | ♦ | |
Patrice Wijnands - VEWA e.V.
In der BAMA liegen sogenannte „Abrechnungszeichnungen“ von Bunkern der Neckar-Enz-Stellung aus den Abschnitten Ja (Jagstfeld) und Ko (Kochendorf). Viele dieser Bauwerke existieren heute nicht mehr oder sind nicht mehr zugänglich. Die Zeichnungen bieten jedoch nicht nur einen Einblick in die typologische Formenvielfalt des Befestigungsbaus im Übergang von der Reichswehr zur Wehrmacht, sondern auch in den mitunter nahezu künstlerischen Anspruch der damaligen Zeichner.
Die Neckar-Enz-Stellung ist die älteste „Bunkerlinie“ in der heutigen Bundesrepublik. Sie entstand in einer Phase, in der das Deutsche Reich seine militärischen Fähigkeiten für kommende Eroberungskriege noch aufbaute und bestehende Verteidigungskonzepte der Weimarer Republik baulich umsetzte.
Diese Bauwerke sind Teil des Kulturdenkmals „Westbefestigungen“ und somit denkmalgeschützt. Umso wichtiger ist es, für sie aussagekräftiges Dokumentationsmaterial anzulegen, in dem Grundriss, Typologie, Geschichte und heutiger Zustand zusammengefasst werden. Diese Daten fließen in die Denkmaldatenbanken ein und können bei Interessenkonflikten mit anderen Belangen angemessen berücksichtigt werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zum dauerhaften Erhalt.
Ein wichtiger Schritt ist die Digitalisierung der Grundrisse in ein CAD-fähiges Format, um sie in vereinfachter und verständlicher Form darzustellen. Wer hierbei mitarbeiten möchte, kann sich gerne bei mir melden. Auf Anfrage stelle ich auch einzelne Zeichnungen zur Verfügung.
Wer sich mit Luftschutzanlagen befassen möchte: Im MARCHIVUM befinden sich zahlreiche Pläne der Mannheimer Hochbunker und LS-Räume, viele davon bereits digitalisiert. Auch hier ist die Erstellung verständlicher CAD-Pläne mit Darstellung des aktuellen Zustands ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation und zum langfristigen Erhalt.
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Patrice Wijnands - VEWA e.V.
Eine Maximierung der Schließzeiten an Stollen- und Bunkeranlagen liegt im Interesse aller Beteiligten. In der Praxis zeigt sich jedoch zunehmend, dass bestehende Sicherungsmaßnahmen an solchen Bauwerken – insbesondere Gitter, Gittertüren, Fledermaustore und Betonplomben – verstärkt Ziel von Einbrüchen und Vandalismus werden.
Betroffen sind insbesondere erhaltene Anlagen, die aus Gründen der Verkehrssicherung mit folgenden Maßnahmen gesichert wurden:
In den letzten Jahren häufen sich dabei folgende Schadensbilder:
Solche Beschädigungen führen regelmäßig zu einem monatelangen Ausfall der Sicherungswirkung, da Zuständigkeiten geklärt, Mittel bereitgestellt und Reparaturen organisiert werden müssen. In dieser Zeit besteht unkontrollierter Zugang zu den Anlagen.
Dies hat mehrere problematische Konsequenzen:
Diese Praxis ist weder aus Sicht der Verkehrssicherung noch des Denkmal- oder Naturschutzes sinnvoll. Der VEWA e. V. verurteilt entsprechende Eingriffe ausdrücklich als Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.
Die bislang verbreitete Strategie der „maximalen Widerstandsfähigkeit“ erweist sich zunehmend als ungeeignet:
Statt maximal widerstandsfähiger Sicherungen wird vorgeschlagen, Sicherungsmaßnahmen rational angemessen auszulegen. Ziel ist es, eine schnelle, kostengünstige und unbürokratische Wiederherstellung der Sicherungsfunktion zu ermöglichen.
Mögliche Maßnahmen sind:
Ziel dieser Strategie ist es,
Eine Abkehr von maximaler Widerstandsfähigkeit hin zu rationaler Angemessenheit stellt aus fachlicher Sicht einen praktikablen, wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Ansatz dar.
Patrice Wijnands - VEWA e.V.
Wenn denkmalgeschützte Reste eines Westwallbunkers warum auch immer entfernt werden müssen, ist eine Infotafel eine oft angewandte Auflage. Die trägt dazu bei, dass das Thema "Westwall" und seine Verflechtung mit der NS-Ideologie besser bekannt wird und NS-Propagandamythen hinterfragt werden.
Ort: Landesgartenschaugelände, Neuenburg am Rhein, seit 2022.
Patrice Wijnands - VEWA e.V.
Am Tag des offenen Denkmals 2025 wurden in 12 Führungen 353 BesucherInnen durch den Hochbunker bzw. Zivilschutzanlage Irisweg in Karlsruhe geführt.

Wer den Bunker besuchen möchte, schreibt bitte ins Kontaktformular.
Patrice Wijnands - VEWA e.V.